[Turnierbericht] - PCA 2009 auf den Bahamas

Am 6.1.2009 war es soweit. Das Atlantis Resort auf den Bahamas lud ein zu einem Mega Poker Event. Die PCA (PokerStars Caribbean Adventure) startete als größtes Pokerturnier außerhalb der USA mit insgesamt 1.374 Teilnehmern und einem Buy In von $ 10.000. Diese wurden auf Tag 1A mit 664 Spielern und Tag 1B mit 710 Spielern aufgeteilt. Insgesamt wurde ein Preisgeld von $ 12.674.000 ausgespielt. 199 Teilnehmer sollten ins Presigeld kommen und der Sieger wird $ 3.000.000 mit nach Hause nehmen. Auch der 2. und 3. Platzierte geht als Dollar Millionär nach Hause. Beste Voraussetzungen also für ein tolles Pokerturnier.

Und auch die Stars blieben nicht aus. Neben Titelverteidiger Bertrand "ElkY" Grospellier fanden sich Gus Hansen, Phil Ivey, Isabelle Mercier, Daniel Minieri und Noah Boeken bei diesem hochdotierten Turnier ein. Und auch Boris Becker versuchte sein Glück. Alle hatten sie eines gemeinsam, sie sollten nicht auf den vordersten Plätzen landen und somit nichts mit dem Turnierausgang zu tun haben.

Wie es bei solchen Turnieren eben ist dünnte sich das Feld mit der Zeit mehr und mehr aus und Spieler um Spieler mußte seinen Sitz räumen.

Exakt 380 Spieler starteten dann in Tag 2 des Main Events. Naturgemäß nicht alle überlebten diesen Tag, jedoch konnten sich einige über ein sattes Preisgeld freun und mußten die Bahamas nicht mit leeren Händen verlassen.

Auszahlungsstruktur:

1. $ 3.000.000
2. $ 1.700.000
3. $ 1.100.000
4. $ 750.000
5. $ 550.000
6. $ 400.000
7. $ 300.000
8. $ 214.000
9. $ 175.000
10. $ 150.000
11. $ 135.000
12. $ 120.000
13. $ 105.000
14. $ 95.000
15. $ 85.000
16. $ 75.000
17.-18. $ 65.000
19.-20. $ 60.000
21.-22. $ 55.000
23.-24. $ 50.000
25.-32. $ 40.000
33.-40. $ 35.000
41.-48. $ 30.000
49.-56. $ 27.500
57.-64. $ 25.000
65.-72. $ 22.500
73.-80. $ 20.000
81.-99. $ 17.500
100.-130. $ 15.000
131.-199. $ 12.500

An diesem Tag 2 wurde also der Bubble Boy ermittelt und es wurden knapp die Hälfte der Preisränge ausgespielt. 102 Spieler sollten diesen Tag überleben und an Tag 3 wieder starten dürfen.

Dieser Tag 3 ermittelte danach die letzten 32, die an Tag 4 um den Einzug an den Final Table kämpften. Mit dabei war auch ein Deutscher, Benny Spindler, Onlinename "psychobenny". Mit solidem Spiel und einigen guten Moves konnte er eine beachtliche Anzahl an Chips lukrieren. So konnte er zum Beispiel mit Pocket Queens gegen eine Menge Chips gewinnen.

Mit 45 Minuten Verspätung starteten also 32 Spieler in die Schlacht um einen Platz am Final Table. Eine Schlüsselhand wurde zwischen dem Chipleader zu dieser Zeit,Kevin Saul und Alexandre Gomes ausgespielt. Der Flop zeigte , Gomes setzte 355.000 Chips, die von Saul gecallt wuerden. Der Turn brachte und Gomes checkte. Saul setzte 500.000 und Gomes callte. Am River wurde die umgedreht und Gomes checkte erneut. Saul setzte 1,3 Millionen Chips und zu aller Überraschung ging Gomes All In. Saul überlegte eine Zeit lang und callte schlußendlich. Er hatte mit der Dame sein Full House getroffen. Den Pot sollte dennoch Gomes gewinnen der die Pocket Aces umdrehte und somit einen riesen Pot gewann.

Gerade nicht an den Final Table sollte es Jan Collado aus Deutschland schaffen. Er schied als 9ter aus und somit war der Final Table gefunden.

Chipcount Final Table:

Alexandre Gomez Brasilien 8.080.000
Poorya Nazari Kanada 6.790.000
Benny Spindler Deutschland 3.352.000
Pieter Tielen Niederlande 2.510.000
Anthony Gregg USA 2.245.000
Kevin Saul USA 1.640.000
Daniel Heimiller USA 1.440.000
Dustin Dirksen USA 765.000

 

Am Samstag den 10.1.2009 startetet also der Final Table des Main Events der PCA 2009.

Und gleich zu beginn mußte der erste Spieler gehn. Der ehemalige Chipleader Kevin Saul pushte mit seinen letzten Chips mit All In und verlor gegen die Pocket Queens von Poorya Nazari. Somit waren noch 7 übrig.

Wenig später sollte es den Profispieler aus Las Vegas, Daniel Heimiller erwischen. Er ging mit All In und wurde sowohl von Poorya Nazari  mit als auch von Tony Gregg mit gecallt. Das Board brachte nur Blanks und somit schied Heimiller als 7. aus diesem Turnier aus.

Nur eine halbe Stunde später mußte Dustin Dirksen den Final Table verlassen. Benny Spindler fand und gewann das Pre-Flop All In gegen von Dirksen. Es sollte nur der Anfang einer kleinen Coinflip Serie für Benny Spindler sein.

Denn nur kurze Zeit später traf er mit auf vom Holländer Pieter Tielen. Und erneut hielt sein Paar und der Holländer mußte als 5. ausscheiden.

Doch dann kam die Hand des Tages oder vielleicht sogar des Turniers. Und wieder war Benny Spindler aus Deutschland in die Hand involviert. Nach einiger Action vor dem Flop sahen Alexandre Gomes und Benny Spindler den Flop mit Gomes setzt 535.000 Chips und Spindler erhöht auf 1.350.000. Gomes callt und der Turn zeigt . Spindler setzt 2 Millionen und Gomes sagt "All In". Dieser Teufelskerl wird doch nicht wieder ein Full House mit den Assen haben? Doch! Er zeigt die Pocket Aces. Und was macht Spindler? Er hat die Quads! Ein riesen Pot geht an den jungen Deutschen der damit massiver Chipleader mit über 16 Mio. Chips ist. Die restlichen 2 Spieler zusammen haben exakt 10 Mio. Chips. Alexandre Gomes beendet das Turnier auf Platz 4 womit er auf Grund seiner umstrittenen Spielweise (O-Ton der Pokerstars TV Zuseher) sicher zufrieden sein kann.

Nun waren also noch 3 Spieler im Turnier und diese Phase wurde zu einem echten Geduldspiel. Kurz vor der Dinnerpause verlor Spindler noch einen großen Pot mit 2 Paaren gegen die höheren 2 Paare von Nazari. Dieser hatte sich das 2. Paar erst am River gezogen. Ebenso verlief danach eine weitere Hand in die die beiden involviert waren. Nazari zieht sich am River die Straight und Spindler verliert die Hand und muckt vermutlich einen Drilling. Somit wechseln die Chips ihren Besitzer und auch der Chiplead wechselt ständig zwischen den Spielern.

Dann schien das Heads-Up festzustehn denn Spindler callt das All In von Gregg mit . Gregg hält und bekommt durch das Board ein Full House. Somit war Spindler plötzlich Small Stack und pushte wenig später mit All In. Nazari callte mit . Am Turn hatte Spindler zwar noch einen Open Ended Straightdraw, dieser ging jedoch nicht auf und somit beendete der Deutsche das Turnier auf Platz 3 und ging um $ 1,1 Mio. reicher nach Hause.

Somit wurde das Heads-Up zwischen Poorya Nazari aus Brasilien und Anthony Gregg aus den USA ausgetragen wobei der Brasilianer mehr als doppelt soviel Chips hatte wie der US Amerikaner. Bereits in der vierten Hand sollte das Heads-Up beendet sein. Nazari hielt und Gregg hatte . Das Board brachte noch eine 10 für Nazari und keine Hilfe für Gregg und somit stand mit dem Brasilianer der Sieger des PCA 2009 fest.

 

Somit sah das Endergebnis des Final Table folgendermaßen aus:

1. Poorya Nazari Kanada $ 3.000.000
2. Anthony Gregg USA $ 1.700.000
3. Benny Spindler Deutschland $ 1.100.000
4. Alexandre Gomes Brasilien $ 750.000
5. Pieter Tielsen Holland $ 550.000
6. Dustin Dirksen USA $ 400.000
7. Dan Heimiller USA $ 300.000
8. Kevin Saul USA $ 234.000

Es war ein tolles Event mit jeder Menge spannender Momente und man konnte feststellen dass nicht nur in den USA wirklich große Turniere ausgetragen werden können. Man kann gespannt sein was die nächsten EPT Events bringen. Natürlich findet ihr auch davon Berichte auf www.poker-butler.at